Ausschreibung: Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie 2026

11 Feb.. 2026 | Forschungspreis

Ausschreibung 2026

Der Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie richtet sich an junge Wissenschaft-ler:innen und soll Studien zur Ökologischen Ökonomie fördern. Für die Ausschreibung 2026 lautet die übergeordnete Themenstellung:

„Globale Dimensionen der Ökologischen Ökonomie“

Die Ökologische Ökonomie ist aus der Kritik an einer naturblinden und wachstumsfixierten Ökonomik hervorgegangen und versteht wirtschaftliche Prozesse als in soziale und ökologische Zusammenhänge eingebettete offene Systeme. K. William Kapp (1910–1976) hat mit seinem Konzept der „sozialen Kosten“ gezeigt, dass Umweltzerstörung, Gesundheits-belastungen und soziale Schäden keine Rand-phänomene, sondern systematische Folgen ökonomischer Organisation und Macht-verhältnisse sind und untrennbar mit Fragen von Verteilung und Gerechtigkeit verbunden bleiben.

Vor dem Hintergrund weltpolitischer Umbrüche – des Erodierens multilateraler Institutionen, der Rückkehr geopolitischer Rivalitäten und sicherheits- und industriepolitischer Priorisierung – stellt sich mit neuer Dringlichkeit die Frage, wie eine sozial-ökologische Transformation unter Bedingungen globaler Fragmentierung gestaltet werden kann.

Gefragt sind Beiträge, die an zentrale Konzepte der Ökologischen Ökonomie anknüpfen – etwa zu sozialen und ökologischen Kosten, planetaren Grenzen, Vorsorge, Commons, Postwachstum, Degrowth, globaler Ungleichheit inkl. dekolonialer Perspektiven – und diese empirisch, konzeptionell und/oder ideen-geschichtlich weiterentwickeln. Im Zentrum steht die Frage, welche Beiträge Konzepte der Ökologischen Ökonomie zur Analyse und Gestaltung sozial-ökologischer Transformationen unter veränderten weltpolitischen Konstellationen leisten können.

Von Interesse sind wissenschaftliche Beiträge, die die globalen Dimensionen der Ökologischen Ökonomie auf einer der folgenden drei Ebenen untersuchen:

  1. Der Makroebene der Volkswirtschaft und gesamten politischen Ökonomie;
  2. Der Mesoebene der Organisationen in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft (inkl. deren Gestaltung, Führung und Management);
  3. Der Mikroebene des Verhaltens bzw. der Verhaltensänderungen von Individuen und Gruppen.

Berücksichtigt werden folgende Kategorien von Arbeiten:

  • Dissertationen (auch kumulativer Natur).
  • Masterarbeiten (keine Bachelorarbeiten).

Die Veränderungen, die für eine ökologische Ökonomie erforderlich sind, können kaum aus einer rein wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive allein begründet werden; deshalb sind inter- und transdisziplinär angelegte Arbeiten (in deutscher oder englischer Sprache) bei diesem Thema besonders naheliegend.

Das Preisgeld wird auf maximal drei Preisträger:innen verteilt und beträgt insgesamt

5.000 Euro

Interessierte können die vollständige Ausschreibung sowie die zugehörigen Bewerbungsunterlagen hier herunterladen.

Die Bewerbungsfrist endet mit dem

30. April 2026

Die Preisträger:innen werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.